Fachstelle für Glücksspielsucht

Behandlungsdaten
 

Durch die Implementierung von einheitichen Anamnesebögen für GlücksspielerInnen und Anamnesebögen für Angehörige sind  steiermarkweit vergleichbare Daten aus unterschiedlichen ambulanten Suchtberatungsstellen verfügbar.

Ambulante Behandlungsdaten 2020

Anzahl der Ambulant
Behandelten Glücksspielerinnen

Im Jahr 2020 wurden in der Steiermark insgesamt 254 GlücksspielerInnen problemspezifisch beraten. Die Verteilung der KlientInnen ergibt sich im Wesentlichen durch die Behandlungskapazität für den Bereich der Glücksspielsucht der einzelnen Beratungseinrichtungen.  Zum Diagramm

Beschreibung der Glücksspielerinnen in ambulanter Behandlung aus 2020

Altersverteilung

Das Durchschnittsalter beträgt 36,8 Jahre.

Geschlecht

Unter den 2020 behandelten SpielerInnen waren 24,0% Frauen und 76,0% Männer. 

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2020 Geschlecht

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Berufliche Situation

Mehr als zwei Drittel (64,0%) ist berufstätig. Etwa ein Viertel (24,0%) ist arbeitslos, 8,0% sind in Pension.

Spielschulden 

78,0% der GlücksspielerInnen haben infolge ihrers Glücksspiels Schulden.

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2020 Schulden

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Dauer der Glücksspielproblematik

Bei 36,0% der GlücksspielerInnen liegt die Problematik zum Zeitpunkt des Erstgesprächs in einer Beratungsstelle bis zu 5 Jahre zurück. Bei 20,0% sind es bis zu 10 Jahre und bei 44,0% mehr als 10 Jahre.

Problematische Glücksspielform

Bevorzugte Art des Glücksspiels (Mehrfachnennung möglich)

  • Automaten: 56,0%
  • Sportwetten: 30,0%
  • Karten (Black Jack, Poker): 4,0%
  • Sonstiges: 10,0%

BESCHREIBUNG DER ANGEHÖRIGEN IN AMBULANTER BEHANDLUNG AUS 2020

Geschlecht

77,0% der hilfesuchenden Angehörigen sind Frauen.

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2020 Geschlecht Angehörige

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Art der Beziehung

Angehörige, die eine Beratung aufsuchen, sind in erster Linie PartnerInnen mit einem Anteil von 58,3%, Eltern bzw. Elternteile haben einen Anteil von 33,3%. Kinder von Betroffenen haben einen Anteil von 8,3%.

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2020 Art der Beziehung

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Folgeproblematik für Angehörige

(Mehrfachnennungen waren möglich)

Die größten Auswirkungen durch die Spielsucht eines Familienmitgliedes auf Angehörige betreffen psychische (79,4%) und familiäre Schwierigkeiten (74,7%). Ähnlich schwer wiegen aber auch die finanziellen Probleme (65,2%).

Versuche der Angehörigen auf das
Spielverhalten Einfluss zu nehmen


(Mehrfachnennungen waren möglich)

Die häufigste Maßnahme auf den/die SpielendeN einzuwirken, wird in Form von Gesprächen (92,7%) versucht. 46,4% der Angehörigen haben die Geldverwaltung übernommen und 23,2% geben weitere Kontrolltätigkeiten (z.B. Geldbörseninspektion) an.