Angehörige

Glücksspielsucht betrifft auch das umfeld. Beratung für Angehörige Entlastet.

Folgen für Angehörige

Glücksspielsucht betrifft nicht nur Spieler:innen selbst, sondern auch Partner:innen, die Familie und den Freundeskreis. Oft entstehen Konflikte, Misstrauen und Belastungen für das gesamte Umfeld.

Woran erkenne ich ein Problem?

  • Geld fehlt oder wird heimlich beschafft
  • Termine und Pflichten werden vernachlässigt
  • Betroffene verheimlichen oder lügen über das Spielen
  • Stimmungsschwankungen, Schuld- oder Schamgefühle

    Tipps für Angehörige

    • Machen Sie das Problem behutsam, aber klar zum Thema
    • Setzen Sie eigene Grenzen und achten Sie auf Ihre Gesundheit
    • Holen Sie sich selbst Unterstützung – Sie müssen das nicht alleine tragen

     

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    Was Sie als Angehörige:r tun können

    Der Realität ins Auge sehen

    • Verharmlosen oder leugnen Sie das Glücksspielproblem nicht.
    • Sprechen Sie offen über Ihre Sorgen mit Menschen, denen Sie vertrauen.
    • Akzeptieren Sie: Spielsucht ist eine behandelbare Krankheit.

      Aufhören zu helfen

      • Schützen Sie die betroffene Person nicht vor den Folgen ihres Handelns.
      • Übernehmen Sie nicht die Verantwortung für Schulden oder Probleme.

        Finanzen klären

        • Verschaffen Sie sich einen Überblick über die finanzielle Situation.
        • Gewähren Sie keinen Zugriff auf Ihr eigenes Geld.

          Grenzen setzen

          • Kommunizieren Sie Ihre Grenzen klar und konsequent.
          • Kündigen Sie nur Konsequenzen an, die Sie auch umsetzen können.
          • Sprechen Sie über Ihre Gefühle und Sorgen, ohne Vorwürfe zu machen.
          • Geben Sie im Gespräch auch anderen Themen Platz – nicht nur der Sucht.

            Hilfe annehmen und ermutigen

            • Ermutigen Sie die betroffene Person, sich professionelle Hilfe zu holen.
            • Unterstützen Sie sie dabei, geeignete Hilfseinrichtungen zu finden.
            • Begleiten Sie sie bei Bedarf zu einem ersten Gespräch.
            • Bleiben Sie auch bei einem Rückfall ruhig und halten Sie an Vereinbarungen fest.

              Unterstützung für Angehörige

              Auch Angehörige sind durch die Glücksspielsucht häufig stark belastet – psychisch und finanziell. Beratungsangebote bieten Entlastung und Orientierung:

              • Psychosoziale Beratung: Raum, über Belastungen, Sorgen und den Umgang mit der Situation zu sprechen.
              • Existenzsicherungsberatung (Kontakt 0316 37 25 07): Unterstützung beim Geldmanagement und der Einkommensverwaltung, um das finanzielle Risiko zu verringern.
              • Hilfe bei Abgrenzung und beim Aufbau gesunder Strukturen im Alltag.
              • Beratung kann auch ohne Therapie der betroffenen Person in Anspruch genommen werden.

              Warum sollte ich als Angehörige:r eine (Sucht-)Beratungsstelle aufsuchen?

              Angehörige von glücksspielsüchtigen Personen werden oft völlig unerwartet mit der Suchtproblematik konfrontiert. Viele fühlen sich zunächst verunsichert, hilflos und allein.

              Fragen wie „Was kann ich tun, um zu helfen?“, „Warum wurde ich so lange belogen?“ oder „Wie soll das finanziell weitergehen?“ gehen oft mit Scham, Verzweiflung oder Schuldgefühlen einher – etwa mit dem Gedanken: „Warum habe ich das nicht früher bemerkt?“ Dieser Druck, eine Lösung zu finden, führt häufig zu zusätzlichem Stress und Belastung.

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              Wie kann (Sucht-)Beratung helfen?

              Information und Verständnis

              • Beratung vermittelt Wissen über die Krankheit, den Verlauf und Behandlungsmöglichkeiten.
              • Dadurch können Angehörige das Verhalten der betroffenen Person besser einordnen und verstehen.
              • Umgang mit Belastungssituationen
              • In der Beratung können Strategien entwickelt werden, um mit Stress, Schuld- oder Schamgefühlen besser umzugehen.
              • Es gibt kein „richtiges“ Verhalten – jede Situation ist individuell und braucht eigene Lösungen.
              • Ziel ist es, Entlastung zu schaffen und das eigene Wohlbefinden zu stärken.

               

              Hier gelangen Sie zu den Kontaktstellen für Beratung und Hilfe. Zusätzlich steht Ihnen eine Broschüre für Angehörige zur Verfügung.

              Weitere Informationen: